Alle Beiträge von ernesto

206 Antifeminismus

„Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“. Simone de Beau­voir schrieb diesen Satz vor mehr als 70 Jahren. Die aktuell wieder zuneh­menden Anfein­dungen des Femi­nismus, der Gender Studies sowie die Diffa­mie­rung von Gleich­stel­lungs­po­li­tiken oder LGBTQ-Anliegen zeigen aller­dings: Beau­voirs These ist heute so brisant wie damals.
(https://geschichtedergegenwart.ch/gender-feminismus-der-rechtsnationale-ekel-vor-gleichmacherei; 2.4.2019)

Soweit, so schlecht. In der heutigen Sendung geht es in verschiedenen Texten um
Antigenderisten, starke Frauen, die Rettung der deutschen Sprache und Alphamännchen.

202 Die große 17grad-Gala-Revue

 

Am 11. Juli 2001 wurde auf dem freien Radiosender „Freies Sender Kombinat“ in Hamburg die erste Sendung der Redaktion 17grad ausgestrahlt.
In der heutigen Gala-Revue präsentieren Ihnen Ernst „Ernesto“ Schockmüller mit Hilfe der trefflichen Maren Gilzer und ihrem Glücksrad Auszüge aus 207 Monaten 17grad. Als Gäste im Studio dürfen wir begrüßen: Matze Dornier, Katja Holgersohn, Sascha Castorff, Karo Graf, Jan-Achmed Özgür, Manu Zander, Manne Preditor, Rolf B. Steuben und Willi den Taxifahrer sowie den Großen Spacko.
Viel Vergnügen!!

200 Novemberrevolution

In Bayern feiern sie heuer 200 Jahre Verfassung. Etwas ungenau zwar, war es doch die Verfassung des Königreichs Bayern, welche 1818 vom damaligen Max dem Ersten Joseph erlassen wurde. Nächstes Jahr feiern sie dann wohl 100 Jahr Bamberger Verfassung. Und 2046 dann 100 Jahre Landesverfassung. Etzeterah p.p.
Was sie in Bayern nicht wirklich feiern, sind 100 Jahre Revolution. Aber da sind sie in guter Gesellschaft hierzulande.
In der 200. Sendung der Redaktion 17grad hören Sie Sebastian Haffner, Attwenger, Philipp Scheidemann, Die Goldenen Zitronen, Dradiwaberl, Polkahontas und Kool & The Gang.


198 Asoziale und Berufsverbrecher in den KZ

Im Juli 2018 stellte Julia Hörath im Hamburger Institut für Sozialforschung ihr Buch „‚Asoziale‘ & ‚Berufsverbrecher‘ in den Konzentrationslagern 1933-1938“ vor.
Die von den Nationalsozialisten als „Asoziale“ diskriminierten Menschen – z.B. Obdachlose, Wanderarbeiter, Bettler – wurden als „Ballastexistenzen“ bezeichnet“ und in den KZ durch ein schwarzes Stoffdreieck gekennzeichnet. Mit einem grünen Dreieck wurden solche KZ-Häftlinge gekennzeichnet, die durch ihr Verhalten „bewiesen“ hätten, dass sie einen inneren Drang zu kriminellen Taten verspürten und nicht resozialisierbar seien.

196 Kruzifix nochmal

Es begann alles ganz harmlos.
Wir dachten an nichts Böses, als Petra und Waldemar Hartmann sich das Konzert der
Horror-Rock-Band „Hot Devils“ anhören wollten.
Aber dann passierten Schlag auf Schlag die haarsträubendsten Dinge.
Und schließlich erfüllte sich unser aller Schicksal auf dem Friedhof des Grauens …

Verfälschte Zitate und Musik vom Großvater des Horror-Rock, Screaming Lord Sutch.

194 Verschwörungstheorien revisited

Herzlich Willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
zu einer Sendung der Redaktion 17grad.
Die folgende Stunde widmen wir all denen, welche sich nicht entblödet haben,
die unsägliche „Gemeinsame Erklärung 2018“ zu unterzeichnen.
Die Sendung ist zwar schon 15 Jahre alt, war aber leider offenbar nie so wertvoll wie heute.

192 Rauchen

Heute soll es um Genuss gehen. Und zwar um eine ganz spezielle Spielart, nämlich das Rauchen, von dem Oscar Wilde einst meinte: „Die Zigarette ist das vollendete Urbild des Genusses: Sie ist köstlich und lässt uns unbefriedigt.“ Das Ideal von Freiheit, wonach ein jeder tun und lassen kann, sofern er niemand anderem schadet, ist längst verschwunden, falls es jemals wirklich Bedeutung gehabt haben sollte. An seine Stelle ist die Diktatur der Gesundheitsvorsorge und der Selbstertüchtigung getreten. Wer jetzt noch raucht, schadet sich selbst, folglich dem Volkskörper und bedarf der Umerziehung. „Give the anarchist a cigarette“, sangen Chumbawamba; denn jedes Feuer braucht den Funken, der es entzündet.

190 The List

THE LIST – die Liste.
Veröffentlicht im Gorki Theater Berlin und abgedruckt im Tagesspiegel.
Die Daten werden vom europäischen Netzwerk United for Intercultural Action recherchiert und aktualisiert.
Die Künstlerin Banu Cennetoglu stellte THE LIST zusammen.
THE LIST dokumentiert die Namen von Asylsuchenden, Flüchtlingen und Migranten, die seit 1993 innerhalb oder an den Grenzen Europas gestorben sind.
Jeder Tote hat eine Zeile mit Herkunft und Todesdatum. Jede Zeile erzählt eine Geschichte.
THE LIST ist nicht aktuell und nicht vollständig. Sie wird täglich länger.

188 Luther

„Du, Katharina.“ …

Letzten Dienstag vor 500 Jahren wurde in Nürnberg ein edel aufgemachtes Buch gedruckt: „Die Geheuerlicheiten und eins Teils der Geschichten des loblichen streitbaren und hochberühmten Helds und Ritters Herr Teuerdank“ von Maximilian dem Ersten, Kaiser des Römischen Reiches.

Martin Luther hat es auch gelesen.

Hören Sie heute ein unterhaltsames Bildungshörspiel mit unterhaltsamer Bildungsmusik.